Blockaden

Alle Jahre wieder 1024 725 Anke Radeschewski-Colombo
Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder

Meist sind es ja diesen berühmten „Ich müsste mal“-Vorsätze oder „Jetzt mache ich’s ernst“-Vorhaben die regelmäßig zum Jahreswechsel hochkommen.

Warum müsste man denn? Und warum muss es immer ernst gemacht sein?

Oder macht Ihnen das Spaß so pflichtbewusst (Weshalb noch mal?) und gezwungen (Von wem eigentlich?) an ungemütliche Veränderungen heranzugehen, von denen Sie nur vage ahnen, dass sie funktionieren könnten oder die Sie aus purer Verlegenheit anvisieren, weil das, was Sie bisher gemacht haben, nicht mehr reibungslos funktioniert.

Haben Sie schon mal mit Begeisterung auf eine alte Gewohnheit verzichtet und sich stattdessen aus vollem Herzen für eine unsichere Neuheit entschieden?

Meine Freundin hat es versucht, nachdem ihr Arzt ihr geraten hatte, sich mal ernsthaft um einen Ausgleich zu ihrem anspruchsvollen Beruf und den hinuntergeschlungenen Büromahlzeiten zu bemühen. Sie fing daraufhin mit Yoga und Sport an und stellte sich abends in die Küche, um für den nächsten Tag etwas Gesundes fürs Büro zu zaubern.

Abend für Abend standen die guten Vorsätze vor ihr und gaben sich so bemüht vernünftig, dass ihr Vorhaben dann lieber nach hinten losging, da wo die Gewohnheit sie lässig mit offenen Armen erwartete.

Gewohnheiten haben etwas beruhigend Bekanntes, Veränderungen dagegen sind anstrengend. Sie bringen uns in unbekannte Gegenden, deren Abgründe und Höhen wir erst erkunden, durch die wir uns den Weg noch bahnen müssen. Je umfassender die Veränderung sein soll, desto mehr kostet sie uns an Kraft und Mut. Je weniger wir davon überzeugt sind, dass sich der Aufwand lohnt, desto schneller sind wir bereit zugunsten der Wege aufzugeben, die uns so vertraut sind.

Lassen Sie sich von Ihren Gewohnheiten helfen.

Sie liefern Ihnen wichtige Hinweise auf inneren Befindlichkeiten: auf Sehnsüchte, die Sie vielleicht noch nicht in ihrer ganzen Tiefe kennen; auf Träume, die Sie aus nachvollziehbaren Gründen zur Seite geschoben haben oder auf äußere Zwänge, die Sie eigentlich nicht anerkennen möchten.

Wie kann das funktionieren?

Gehen Sie einfach mal in sich und interpretieren sie Hinweise neu. Ihre Gewohnheiten sind nur ein Weg zum Ziel und heute vielleicht nicht mal mehr der klügste. Wenn Sie (neu) entdecken, wofür Sie brennen, können Sie in diesem Feuer Ihre Ziele magnetisieren. Dann stehen sie Ihnen nicht im Weg, sondern ziehen Sie an und begleiten Sie nachhaltig bis zur gewünschten Veränderung.

6 Schritte zur Zielerreichung
Magnetische Ziele

Tête a Tête mit dem Unbewussten 1024 725 Anke Radeschewski-Colombo

Tête a Tête mit dem Unbewussten

Kennen Sie das?

Dieses komische Gefühl, das Sie nicht zuordnen können, dieser irritierende Schmerz, der kommt und geht und den sie nicht verstehen, diese Gedanken, die kreisen und kreisen?

Willkommen im Club des Unbewussten!

Ihr Körper versucht, Ihnen etwas mitzuteilen, Ihr Unbewusstes möchte Ihnen wichtige Informationen zur Verfügung stellen. Doch leider sprechen Sie nicht die gleiche Sprache.

Kennen Sie das auch?

Diese Versunkenheit, wenn Sie an etwas arbeiten und nicht bemerken, wie die Zeit vergeht, die Mühelosigkeit, wenn alles wie eine gut geölte Maschine läuft, kurz, wenn Sie im Flow sind?

Auch hier: Willkommen im Club des Unbewussten!

Wie kann das der gleiche Club sein?
Beide Male kommen Unbewusstes und Bewusstes Denken zusammen, nur arbeiten sie einmal fokussiert als Team zusammen und einmal boykottieren sie sich gegenseitig.

  • Mit Tunnelblick sehen Sie zum Beispiel nur noch das Ziel. Das kann hilfreich sein, wenn Sie wie bei einem Marathon den Weg kennen, aber störend, sobald Sie sich orientieren müssen, um überhaupt einen Weg zu entdecken.
  • Wenn Sie verliebt sind, fühlen Sie nur noch das Kribbeln im Bauch. Wunderbar, wenn Sie einen romantischen Abend zu zweit verbringen, aber ablenkend, wenn Sie die Steuererklärung abschließen müssen.
  • Flucht ist sinnvoll, wenn ein bissiger Hund hinter Ihnen her ist, wenn Sie vor einer Präsentation weglaufen, wird es Ihnen vermutlich eher schaden.

Wie bringen Sie Ihre Club-Mitglieder dazu, zielführend zusammenzuarbeiten?

Legen Sie Ihren Fokus gleichzeitig auf das, was Sie bewegt und auf das was Sie bewegen möchten, damit sie

  • endlich aus dem alten Trott ausbrechen können.
  • innere und äußere Hindernisse überwinden können.
  • Ihre schlummernden Ressourcen wecken können, um sich von ihnen unterstützen zu lassen.

Begegnen Sie allen Club-Mitgliedern neugierig und respektvoll und lernen Sie ihre Facetten kennen, dann werden sie Ihnen hilfreich zur Seite stehen. Vor allem Ihre zu einem Schattendasein verurteilten ungeliebten Eigenschaften, Gewohnheiten und Ängste spielen sich umso deutlicher in den Vordergrund und setzen sich umso hartnäckiger fest, je mehr Sie versuchen, sie zu verdrängen.
Wenn Sie die Club-Mitglieder neu aufstellen möchten, sollten Sie ihre Absichten kennenlernen, damit Sie ihnen dann einen angemessenen Platz oder eine neue Rolle zuweisen oder sie verabschieden können.

Laden Sie den ganzen Club zum Tête a Tête und seien Sie neugierig, auf das, was seine Mitglieder Ihnen erzählen.

Gestern stand ein Vorwurf im Raum 1024 725 Anke Radeschewski-Colombo
Schauen Sie sich den Vorwurf ganz genau an, dann verstehen Sie, wie und wann er entstanden ist und welchem Zweck er dient.

Gestern stand ein Vorwurf im Raum

Der Vorwurf war omnipräsent und mächtig im Weg.

Jeder konnte ihn spüren, auch wenn er nicht direkt benannt wurde.

Niemand weiß, wer ihn dorthin gestellt hat, aber jeder ist genervt. Er fängt an, das Betriebsklima zu verpesten, weil jeder um ihn herumschleicht, sein Gegenüber als Verursacher vermutet und die Arbeit unter seinem Einfluss schwieriger und unerfreulicher ist.

Vermutlich hat jemand einen kleinen Vorwurf durch die Tür geschoben und weil sich niemand um ihn gekümmert hat, ist er unbemerkt angeschwollen. Vielleicht ist er auch schon so lange da, dass sich niemand mehr erinnert. So wie die geerbte Schrankwand von Tante Kunigunde und Onkel August, die keiner haben will und von der man nicht mehr weiß, wie man sie demontiert, passt der Vorwurf nicht mehr durch die Tür.

Was sollen Sie jetzt mit ihm anstellen?

Sie können ihn sich schönreden, indem Sie behaupten, er störe kaum und liefere immerhin ein Gesprächsthema. Oder Sie geben ihm einen neuen Anstrich und erklären ihn für dekorativ.

Sie können umziehen und ihn zurücklassen, aber was tun, wenn der Nachmieter ihn nicht will?

Sie können ihn zerschlagen, zersägen oder verbrennen, aber was tun Sie, wenn sich seine Splitter, Späne und Abgase weiter durch die Abteilungen fressen?

Eines ist klar: Wenn Sie den Vorwurf ignorieren, wird er wachsen und gedeihen, Ableger bekommen und eher früher als später durch die Decke gehen. Wie werden Sie ihn dann wieder los?

Schauen Sie ihn sich ganz genau an, dann erkennen Sie, aus welchem Holz er geschnitzt ist und verstehen, wie und wann er entstanden ist und welchem Zweck er dient:

Vorwürfe sind Einladungen zu Veränderung, ernst genommen, verwandeln sich die sperrigen Störenfriede in nützliche Mitarbeiter.

Denn man sieht Vorwürfen oft nicht auf den ersten Blick an, was in ihnen steckt: ihren Zweck, ihr Erneuerungspotenzial und die kleinen Erleichterungen für den Alltag finden Sie nur, wenn Sie ganz genau hinschauen. Dann laufen Sie auch nicht Gefahr, einen Status quo zu kultivieren, der längst nicht mehr zeitgemäß ist, sondern können, wie in einem Steinbruch nach Rohlingen schürfen und in der Werkstatt die Facetten herausarbeiten.

Welche Vorwürfe nehmen Sie unter die Lupe?

Was tun Sie mit den Dingen, die sich einschleichen, im Weg herumstehen und sich einfach nicht zurechtrücken lassen?

Nach dem Patt folgt Schachmatt? 1024 725 Anke Radeschewski-Colombo

Nach dem Patt folgt Schachmatt?

Beate war sich ganz sicher: Sie würde das Architekturbüro ihres Vaters übernehmen, aber keinesfalls so führen wie er. Sie werde auf flache Hierarchien, auf geteilte Verantwortung sowie mehr Mitbestimmung setzen und hat auch schon den langjährigen Mitarbeiter Alex im Auge, den sie als Partner in die neue Bürostruktur aufnehmen will.

Georg war sauer: Seine Tochter gefährdete leichtfertig Produktivität und Renommee des Büros, das er über 30 Jahre aufgebaut und geführt hat. Statt sich der unternehmerischen Verantwortung zu stellen, wollte sie die Angestellten auf Augenhöhe mitbestimmen lassen. Dabei baute er schon seinen Mitarbeiter Alex auf, damit dieser Beate dabei unterstützen konnte, das Büro mit den bewährten Konzepten zu vergrößern und weiter durch jede Krise zu steuern.

Alex überraschte alle: Er kündigte, weil er nicht mehr effizient arbeiten konnte, wenn sich die Inhaber nicht einig waren, ihm widersprüchliche Anweisungen gaben und er seine Vorgehensweise teils im Stundentakt ändern, teils verheimlichen musste. Als der bis dahin still vor sich hin schwelende Konflikt lautstark eskalierte, suchten sich weitere Mitarbeiter neue Jobs.

Das Büro rutschte in Richtung Abgrund: Die Inhaber blockierten sich gegenseitig und darüber hinaus fehlten zwischenzeitlich schlichtweg erfahrene Mitarbeiter, damit Kunden betreut, Qualitätsstandards aufrechterhalten und Termine eingehalten sowie Beates Arbeitsaufträge und Georgs spontane Änderungswünsche ausgeführt werden konnten.

Wie verhinderten Beate und Georg ein Schachmatt?

Zunächst suchten sie sich Unterstützung, damit ihre bis dahin lautstark, unfair und chaotisch verlaufenen Streitgespräche wieder zum strukturierten Meinungsaustausch im Dienste des Büros wurden. In diesem Rahmen sprachen sie erstmals darüber, dass es auch Dinge gibt, die sie an der Arbeit des jeweils anderen schätzen und an welchen Stellen ihre Zusammenarbeit in der Vergangenheit gut funktioniert hat.
Damit veränderten sie die Stimmung im Büro zum Positiven und durch den Austausch über das „wofür“ ihrer unterschiedlichen Herangehensweisen, konnten sie über bisher konfliktbeladene Themen reden, ohne sich jedes Mal persönlich anzugreifen.

Es folgte ein Prozess der Lösungs-er-findung in dem Beate und Georg anhand gemeinsam festgelegter Kriterien eine Strategie zur Weiterführung des Büros entwickelten.
Um weitere Kündigungen zu verhindern, informierten sie die Mitarbeiter über ihr Zukunftsszenario, definierten gemeinsam die zukünftigen Rollen im Unternehmen und stellten einen Zuständigkeits-, einen Umsetzungs- und einen Zeitplan auf.

Wo liegt Ihr Weg aus dem Patt?

Womit gewinnt Ihr Unternehmen?

Der Froschkönig 1024 725 Anke Radeschewski-Colombo
Wen holen Sie sich ins Team, um Blockaden zu überwinden und Ihre Pläne erfolgreich umzusetzen?

Der Froschkönig

Damit sich der Prinz keine Beule holt und Sie keine Kröten schlucken müssen.

Würden Sie den Froschkönig am liebsten küssen oder an die Wand werfen?
Ich habe mich heute mal fürs Küssen entschieden – und jetzt sitzt eine Kröte auf meinem Schreibtisch. Ich habe das Gefühl, sie macht sich über mich lustig: „Sei kein Frosch“, quakt sie und ich fühle mich ertappt: Ich weiß mal wieder nicht, wie ich anfangen soll.

  • Was passiert, wenn ich hier das Falsche schreibe oder mir mittendrin die Luft ausgeht?
  • Was, wenn ich missverstanden werde oder Fehler mache?
  • Und was (in dem natürlich äußerst unwahrscheinlichen Fall), wenn ich genau richtig liege?

Kurz und gut: Die Kröte konfrontiert mich mit meinem Perfektionismus, mit meiner Angst vor Fehlern, meiner Unfähigkeit, die Zukunft vorherzusagen und meiner daraus resultierenden Untätigkeit.
„Egal“, sagt mir die Kröte, „Du hast mich schon so oft geschluckt, geküsst und sitzen gelassen. Wir sind ein eingespieltes Team. Übrigens: Was machen wir als nächstes? Dein Blog Beitrag ist ja schon fertig.“

Wen holen Sie sich ins Team, um Ihre Kröten in Frösche zu verzaubern, Blockaden zu überwinden und Ihre Pläne erfolgreich umzusetzen?

Der innere Schweinhund 1024 725 Anke Radeschewski-Colombo
Dem inneren Schweinehund einen inneren Motivator entgegensetzten

Der innere Schweinhund

Man hört ja immer, man solle seinen inneren Schweinehund besiegen.

Dann läuft vor meinem inneren Auge ein Film ab, wie ich diesen freundlichen Kerl k.o. schlage und siegreich davonziehe. Ich schaffe es nicht so gemein zu jemandem zu sein, mit dem ich schon so oft die sprichwörtlichen Pferde aus der Keksdose gestohlen habe. weiterlesen