Hindernisse

Aufwachen! 1024 725 Anke Radeschewski-Colombo
Schaffen Sie möglichst viele Gelegenheiten, um geweckt zu werden!

Aufwachen!

Aufwachen und raus aus der Alltagstrance!

Wie oft tun Sie etwas während Sie an etwas komplett anderes denken?
Wie oft probieren Sie einen neuen Weg zur Arbeit aus oder machen den Großeinkauf woanders?
Wann nehmen Sie die Zahnbürste mal in die andere Hand?

In Ihrer Alltagstrance machen Sie automatisch so weiter, wie Sie es gewohnt sind.

Das ist praktisch und kraftsparend, wenn es um positive Gewohnheiten geht. Und die anderen?

Was tun, wenn es mit den guten Vorsätzen einfach nicht klappt?

Jeder und alles schubst Sie in die gewohnte Richtung. Wenn Sie etwas verändern möchten, sollten Sie Ihr Leben umdekorieren, so dass Sie möglichst oft beim Schauen, beim Hören, beim Riechen und beim Schmecken erwachen und sich daran erinnern, die neue Richtung einzuschlagen.

Packen Sie die Erinnerungen an alte Gewohnheiten weg und stellen Sie Impulse für neue bereit.

Räumen Sie Ihren Schreibtisch um, wenn sich etwas im Büro verändern soll: weg mit der Orchidee und hin mit dem Kaktus, wenn Sie künftig stachelig sein und auch mal „nein“ sagen wollen.

Kleben Sie sich ein Bild von zwei Händen an den Schrank mit den Süßigkeiten, wenn Sie abnehmen wollen und pressen Sie Ihre Handflächen vor dem Öffnen erst mal fest dagegen. So können Sie Ihre bisherige „Tür-auf-und-Süßigkeiten-futtern-Trance“ mit der „Tür-zu-und-schlank-werden-Trance“ gezielt ersetzen.

Stellen Sie Ihre Laufschuhe mitten in den Korridor, wenn Sie mehr Sport machen wollen. Oder rahmen Sie die Rechnung Ihres Fitness-Clubs ein. Sie werden sich sehr anstrengen müssen, verschämt darüber hinweg zu sehen, statt zum Training zu gehen.

Das ist wesentlich effektiver als den großen Vorsatz zu fassen, diesmal wirklich, WIRKLICH Willensstärke zu beweisen und alles, ALLES besser zu machen. Schaffen Sie sich in Ihrem Alltag lieber mit vielen Kleinigkeiten eine kontinuierliche Erinnerung an das, was Ihnen wirklich wichtig ist.

Oder stellen Sie Ihren Wecker nur für einen einzigen Morgen und verschlafen dann für ein ganzes Jahr nicht mehr?

Maurizio hat sich zum Beispiel das Bild eines Lasso-werfenden HB-Männchens aufgehängt. Das bringt ihn zum Schmunzeln und er geht gelassener in die Verhandlungen mit seinen Geschäftspartnern: Er erinnert sich jetzt nämlich rechtzeitig daran, seine Partner mit dem Gesprächs-Lasso gefühlvoll einzufangen, statt in die Luft zu gehen und sie mit der Argumente-Knarre abzuknallen.

Hört sich albern an? Funktioniert aber!

Probieren Sie es doch mal aus: Hängen Sie sich diese Geschichte an den Kühlschrank, stellen Sie Ihre Laufschuhe auf den Schreibtisch, legen Sie die Zigaretten ins Gefrierfach.

Erzählen Sie sich eine Geschichte, die Sie überzeugt und zum Handeln bringt. Dekorieren Sie um – Ihren Schreibtisch, Ihren Kleiderhaken, Ihren Kühlschrank, Ihre Trance.

Von Äpfeln und Aufgaben, von Intuition und einem meiner Lieblingsworte 1024 725 Anke Radeschewski-Colombo
Und jetzt bloß nicht prokrastinieren, sondern einfach mal lachen, auf den eigenen Bauch hören und loslegen!

Von Äpfeln und Aufgaben, von Intuition und einem meiner Lieblingsworte

„Prokrastination“ – Ich liebe dieses sperrige Wort, weil es mich zum Lachen bringt und daran erinnert, dass man nicht gleichzeitig guter Laune und widerwillig sein kann: Sobald ich mich selbst nicht so ernst nehme, kann ich alles, was ich habe warten lassen, wieder beschwingter angehen.

Wenn es dann doch nicht klappt, liegt es in der Regel daran, dass die Idee noch nicht reif oder das Lachen nicht echt ist.

Deshalb pflege ich meine Intuition, damit ich unterscheiden kann, ob diszipliniertes Arbeiten oder kreative Muße, ob Fachexpertise oder Empathie helfen, um Ideen zu entwickeln und Hindernisse aus dem Weg zu räumen.
Intuition bedarf gründlicher Vorarbeit, ist sie doch das Produkt von Wissen und Erfahrungen, von Erlebnissen mit anderen Menschen und einem guten Draht zu den eigenen Bedürfnissen.

Und hier kommt der Vergleich mit den Äpfeln ins Spiel, denn auch ein Obstgarten entsteht nicht über Nacht:

Es erfordert Disziplin, um das nötige Wissen über den Apfelanbau zu sammeln, den Garten vorzubereiten und die Bäumchen zu pflanzen. Ich muss zum rechten Zeitpunkt pflegen und schützen. Ich brauche Geduld und das Vertrauen, gute Vorarbeit geleistet zu haben, damit alles wachsen, blühen und gedeihen kann. Die Äpfel reifen von selbst, aber vielleicht brauche ich noch Hilfe, um die Früchte zu ernten und zu verarbeiten.

Was bedeutet dies für Ihre Vorsätze oder für das, womit andere Sie beauftragt haben?

  • Lernen Sie Ihre Vorlieben und Stärken kennen, damit Sie wissen, was Sie später ernten möchten und können.
  • Suchen Sie sich Unterstützer, damit Sie in harten Zeiten nicht alleine sind.
  • Legen Sie sich einen soliden Grundstock aus Wissen und Werkzeugen an, damit Ihnen niemand eine Pflaume statt eines Apfels andrehen kann.
  • Pflegen Sie Ihre Intuition, so dass Sie wissen, was zu tun ist und wann der rechte Zeitpunkt dafür ist.

Und jetzt bloß nicht prokrastinieren, sondern einfach mal lachen, auf den eigenen Bauch hören und loslegen!

Die Reise vom Sehnsuchtsort über die persönliche Inspirationsquelle zur Umsetzung und die 6 Schritten damit aus Vorsätzen Wirklichkeit wird helfen Ihnen dabei weiter.

Gestern stand ein Vorwurf im Raum 1024 725 Anke Radeschewski-Colombo
Schauen Sie sich den Vorwurf ganz genau an, dann verstehen Sie, wie und wann er entstanden ist und welchem Zweck er dient.

Gestern stand ein Vorwurf im Raum

Der Vorwurf war omnipräsent und mächtig im Weg.

Jeder konnte ihn spüren, auch wenn er nicht direkt benannt wurde.

Niemand weiß, wer ihn dorthin gestellt hat, aber jeder ist genervt. Er fängt an, das Betriebsklima zu verpesten, weil jeder um ihn herumschleicht, sein Gegenüber als Verursacher vermutet und die Arbeit unter seinem Einfluss schwieriger und unerfreulicher ist.

Vermutlich hat jemand einen kleinen Vorwurf durch die Tür geschoben und weil sich niemand um ihn gekümmert hat, ist er unbemerkt angeschwollen. Vielleicht ist er auch schon so lange da, dass sich niemand mehr erinnert. So wie die geerbte Schrankwand von Tante Kunigunde und Onkel August, die keiner haben will und von der man nicht mehr weiß, wie man sie demontiert, passt der Vorwurf nicht mehr durch die Tür.

Was sollen Sie jetzt mit ihm anstellen?

Sie können ihn sich schönreden, indem Sie behaupten, er störe kaum und liefere immerhin ein Gesprächsthema. Oder Sie geben ihm einen neuen Anstrich und erklären ihn für dekorativ.

Sie können umziehen und ihn zurücklassen, aber was tun, wenn der Nachmieter ihn nicht will?

Sie können ihn zerschlagen, zersägen oder verbrennen, aber was tun Sie, wenn sich seine Splitter, Späne und Abgase weiter durch die Abteilungen fressen?

Eines ist klar: Wenn Sie den Vorwurf ignorieren, wird er wachsen und gedeihen, Ableger bekommen und eher früher als später durch die Decke gehen. Wie werden Sie ihn dann wieder los?

Schauen Sie ihn sich ganz genau an, dann erkennen Sie, aus welchem Holz er geschnitzt ist und verstehen, wie und wann er entstanden ist und welchem Zweck er dient:

Vorwürfe sind Einladungen zu Veränderung, ernst genommen, verwandeln sich die sperrigen Störenfriede in nützliche Mitarbeiter.

Denn man sieht Vorwürfen oft nicht auf den ersten Blick an, was in ihnen steckt: ihren Zweck, ihr Erneuerungspotenzial und die kleinen Erleichterungen für den Alltag finden Sie nur, wenn Sie ganz genau hinschauen. Dann laufen Sie auch nicht Gefahr, einen Status quo zu kultivieren, der längst nicht mehr zeitgemäß ist, sondern können, wie in einem Steinbruch nach Rohlingen schürfen und in der Werkstatt die Facetten herausarbeiten.

Welche Vorwürfe nehmen Sie unter die Lupe?

Was tun Sie mit den Dingen, die sich einschleichen, im Weg herumstehen und sich einfach nicht zurechtrücken lassen?

Der innere Schweinhund 1024 725 Anke Radeschewski-Colombo
Dem inneren Schweinehund einen inneren Motivator entgegensetzten

Der innere Schweinhund

Man hört ja immer, man solle seinen inneren Schweinehund besiegen.

Dann läuft vor meinem inneren Auge ein Film ab, wie ich diesen freundlichen Kerl k.o. schlage und siegreich davonziehe. Ich schaffe es nicht so gemein zu jemandem zu sein, mit dem ich schon so oft die sprichwörtlichen Pferde aus der Keksdose gestohlen habe. weiterlesen